• Katharina Sell mit Matthias Hauer MdB in einem Sitzungsraum gegenüber dem Reichstagsgebäude

  • Katharina Sell zu Beginn des Ausschusses Digitale Agenda im Sitzungssaal des Paul-Löbe-Hauses. Die 20-Jährige aus Holsterhausen hat an der B.M.V.-Schule ihr Abitur abgelegt und studiert derzeit im sechsten Semester Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dort engagiert sie sich unter anderem im Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Sie möchte sich voraussichtlich in den Bereichen Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht spezialisieren.

Praktikum in Berlin: Katharina Sell bei Matthias Hauer MdB

Die 20-jährige Studentin Katharina Sell hat von Januar bis März ein sechswöchiges Praktikum im Büro von Matthias Hauer MdB in Berlin absolviert. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen:

„Durch mein Studium der Rechtswissenschaften und mein Engagement im Studierendenparlament beschäftige ich mich oft mit politisch aktuellen Themen und parlamentarischen Abläufen. Gerne wollte ich deshalb die parlamentarische Arbeit und Umsetzung rechtlicher und politischer Prozesse im Herzen Berlins praktisch erleben.

Wie viel ich in den sechs Wochen erfahren und mitgestalten durfte, konnte ich mir vor dem Praktikum gar nicht vorstellen. Ich konnte einen Einblick in die tägliche Arbeit von Matthias Hauer MdB und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewinnen: Neben der Teilnahme an Arbeitsgruppen, Ausschüssen, Berichterstattergesprächen und Plenumsdiskussionen durfte ich auch im Berliner Büro mitarbeiten. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie facettenreich und zeitintensiv die Tätigkeit eines Bundestagsabgeordneten ist, und wie viel Verantwortung mit jeder Entscheidung einher geht.

Auch die Vorteile und Nachteile der föderalen Strukturen und die Auswirkungen auf die parteipolitische Arbeit konnte ich anlässlich der Folgen der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen hautnah miterleben. Dazu konnte ich viele weitere tolle Veranstaltungen besuchen: Gerade durch das Praktikantenprogramm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurden mir unter anderem Besuche in Bundesrat und Bundeskanzleramt sowie Diskussionsrunden mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble oder mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak ermöglicht.

Ganz besonders habe ich mich über die herzliche Aufnahme im Büro gefreut. Es war eine tolle Zeit, die ich immer gerne wiederholen würde. Vielen Dank dafür!“

  • Katharina Sell mit Matthias Hauer MdB in einem Sitzungsraum gegenüber dem Reichstagsgebäude

  • Katharina Sell zu Beginn des Ausschusses Digitale Agenda im Sitzungssaal des Paul-Löbe-Hauses. Die 20-Jährige aus Holsterhausen hat an der B.M.V.-Schule ihr Abitur abgelegt und studiert derzeit im sechsten Semester Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dort engagiert sie sich unter anderem im Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Sie möchte sich voraussichtlich in den Bereichen Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht spezialisieren.

Gedenken an die Opfer des Terroranschlags im Deutschen Bundestag / © Deutscher Bundestag, Achim Melde

Anschlag in Hanau: Hass entschieden bekämpfen

„Rechtsextremismus und Hass entschieden bekämpfen – Konsequenzen aus den rechtsterroristischen Morden von Hanau“:  Zu Beginn der vereinbarten Debatte am 5. März haben sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu einer Schweigeminute zu Ehren der am 19. Februar Ermordeten erhoben. „Unser Mitgefühl gilt den Opfern des grauenvollen Anschlags, ihren Familien und Angehörigen“, betonte Matthias Hauer MdB.

Der Staat müsse sich eingestehen, die rechtsextreme Gefahr zu lange unterschätzt zu haben, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in seiner Ansprache. Die entschiedene Antwort darauf müsse sein, mit allen rechtsstaatlichen Mitteln radikale Netzwerke aufzudecken und rechtsextremistische Vereinigungen zu zerschlagen. Der bereits eingeschlagenen Weg mit einem massiven Personalaufbau bei den Sicherheitsbehörden und mit einer regelmäßigen Überprüfung, ob Polizei und Verfassungsschutz die notwendigen Befugnisse für eine effektive Tätigkeit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger haben, müsse weitergegangen werden. Schäuble richtete sich mit seinem Appell auch an die Politik: „Hass und Hetze sind keine politische Haltung“, betonte der Bundestagspräsident.

Gedenken an die Opfer des Terroranschlags im Deutschen Bundestag / © Deutscher Bundestag, Achim Melde

© Deutscher Bundestag, Inga Haar

Türkei: Menschen schnell humanitär vor Ort helfen

Die Situation im türkisch-griechischen Grenzgebiet ist mehr als angespannt. Ich erwarte von Europa, dass den Menschen schnell und konsequent humanitär vor Ort geholfen wird. Das gilt in allererster Linie für die Kinder. Unsere Wertegemeinschaft darf die menschenunwürdigen Zustände dort nicht hinnehmen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan betreibt eine verantwortungslose Politik auf dem Rücken dieser Menschen. Er nutzt deren Schicksale als geopolitischen Spielball. Sie kommen nicht nur aus umkämpften Gebieten in Syrien, wo auch das Agieren Russlands unter Wladimir Putin zur Eskalation beiträgt, sondern auch aus anderen Ländern. Durch sein völkerrechtswidriges Vorgehen in der Region hat Herr Erdoğan die Situation deutlich verschärft und ebenso durch seine Propaganda, die Grenzen in die EU seien geöffnet. Beides ist in keiner Weise akzeptabel.

Das EU-Türkei-Abkommen muss jetzt erst recht reaktiviert werden und beide Seiten müssen ihre Zusagen verlässlich einhalten. Wir müssen dabei auch anerkennen, dass die Türkei mit der Aufnahme von 3,7 Millionen Menschen in den letzten Jahren weltweit das größte Aufnahmeland für Flüchtlinge war. Bei aller berechtigten Kritik an der Politik Erdoğans – in der aktuellen Situation, aber auch hinsichtlich des Abbaus der Demokratie und von Menschenrechten in der Türkei – dürfen wir das Land bei der Bewältigung der Migration nicht allein lassen. Den Menschen muss eine menschenwürdige Behandlung und Unterbringung ermöglicht werden. Hier ist Unterstützung aus Europa zwingend erforderlich.

Die Außengrenzen der Europäischen Union müssen konsequent geschützt werden. Die EU-Mitgliedstaaten Griechenland und Bulgarien, die beide an die Türkei angrenzen, bedürfen schneller und nachhaltiger Unterstützung durch die Staatengemeinschaft. Hier muss ein geregeltes Verfahren sichergestellt sein. Deutschland hat in den zurückliegenden Jahren mehr Flüchtlinge aufgenommen als die übrigen EU-Staaten zusammen. Unser Land hat damit bedeutend zur Klärung der Situation des Jahres 2015 beigetragen und die daraus resultierenden Herausforderungen müssen erst einmal bewältigt werden.

Die Forderung von Grünen und Linken, großzügige Aufnahmen nach Deutschland vorzunehmen und dazu die bestehenden Flüchtlingsunterkünfte für die Menschen aus der Türkei anzubieten, halte ich für zynisch und verantwortungslos. Das Handeln muss im europäischen Einklang erfolgen. Durch solche falschen Signale werden Menschen motiviert, sich auf den lebensgefährlichen Weg zu machen. Die Ursachen der Migrationsbewegungen müssen in der Region gelöst werden und Europa muss sich auf die Aufnahme Schutzbedürftiger konzentrieren. Es war wichtig, dass mehrere Vertreter der Bundesregierung – u.a. unsere Bundeskanzlerin – und der EU sehr deutlich gemacht haben, dass der Weg in Richtung EU für die dort Einreisewilligen eine Sackgasse ist. Ein dauerhafter Aufenthalt in der EU ist zu verhindern.

Abschließend muss auch erwähnt werden, dass sich die reichen Länder der arabischen Welt, die – wie auch die Türkei und Russland – ebenfalls in Syrien, Irak und Libyen zur Eskalation der Lage beigetragen haben, bei der Bewältigung der Migrationsfolgen weitgehend verweigern.

Die Devise muss derzeit klar lauten: Humanität sicherstellen und EU-Außengrenzen schützen.

© Deutscher Bundestag, Inga Haar

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