Newsletter 1/20

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Essenerinnen und Essener!

Das Ergebnis der Neuregelung der Organspende hat mich enttäuscht.

Etwa 9.500 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan. Es geht dabei um Leben und Tod. Wir müssen diesen schwerkranken Menschen beistehen und endlich mehr Organspenden ermöglichen. Mit der Widerspruchslösung wäre dies am besten gelungen und gleichzeitig die freie Entscheidung des Einzelnen gewahrt geblieben. Leider fand dieser Gesetzentwurf keine Mehrheit.

Diese Lösung hätte niemanden dazu verpflichtet, seine Organe zu spenden, sondern lediglich dazu, sich für oder gegen die Organspende zu entscheiden. Das halte ich für zumutbar – gerade weil tausende Menschen dringend auf ein lebensrettendes Organ warten. Deutschland ist unter den acht Ländern, die zu Eurotransplant gehören, das Schlusslicht bei den Spenderzahlen. Keines dieser Länder hat eine reine Zustimmungslösung.

Ich habe hohen Respekt auch vor Menschen, die eine andere Meinung zu dieser zutiefst ethischen Frage vertreten. Ich persönlich habe mich aus den vorgenannten Gründen – nach reiflicher Überlegung und nach vielen Gesprächen mit Betroffenen in Essen – für die doppelte Widerspruchslösung entschieden.

 

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