Matthias Hauer am 23. April während der Regierungserklärung der Bundeskanzlerin / © phoenix

Corona-Tracing-App

Infektionsketten per App schneller verfolgen – das war in dieser Sitzungswoche Thema sowohl in der Arbeitsgruppe als auch im Ausschuss Digitale Agenda. „Es geht darum, die Kontakte zu Corona-Infizierten sehr schnell nachzuvollziehen, damit sich möglichst wenige Menschen anstecken“, erklärt Matthias Hauer MdB. Bisher verfolgen die Gesundheitsbehörden jeden Kontakt manuell. Mit einer App würde ihre Arbeit deutlich erleichtert. Mithilfe von Bluetooth misst eine Corona-Tracing-App den Abstand zwischen zwei Handys. Die Signalstärke zeigt dabei an, wie weit diese anderen Geräte entfernt sind. So können die Gesundheitsbehörden nachvollziehen, wer mit wem Kontakt hatte.

„Datensicherheit ist uns dabei ein sehr wichtiges Anliegen“, betont Matthias Hauer. „Deshalb wird die Entwicklung der App wohl auch noch etwas dauern, damit sie unseren Anforderungen genügt.“ Tracing-Apps beruhen auf freiwilliger Basis und funktionieren ohne Bewegungsprofile. Sie registrieren nur die unmittelbare Nähe anderer Smartphones. Die Bundesregierung setzt bei der technischen Umsetzung auf das zentrale System „Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing“ (PEPP-PT), das von einem internationalen Team rund um das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik entwickelt wird.

Matthias Hauer am 23. April während der Regierungserklärung der Bundeskanzlerin / © phoenix

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