Matthias Hauer MdB

Beiträge

In einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus sprach der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin am Mittwoch im Deutschen Bundestag.
In einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus sprach der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin am Mittwoch im Deutschen Bundestag. © Deutscher Bundestag, Achim Melde

Auschwitz nie wieder geschehen lassen

In einer historischen Stunde hat der Deutsche Bundestag am Mittwoch der Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zum ersten Mal in der Geschichte des Parlaments sprachen sowohl der deutsche als auch der israelische Präsident dazu in der selben Veranstaltung. Anlass war die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren. Mit den Worten „Wir müssen über Auschwitz sprechen – und über die Verantwortung, die wir als Konsequenz und Lehre aus dem Geschehenen tragen, jede Generation neu“, eröffnete Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Sitzung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnte vor der Rückkehr autoritären Denkens in Deutschland und rief zum entschiedenen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus auf. Der israelische Präsident Reuven Rivlin griff anschließend diesen Gedanken auf. Er warnte vor einem „chronischen Antisemitismus“ in

mehr...

Angela Merkel besucht „Survivors“-Ausstellung

75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zeigt die Ausstellung „Survivors. Faces of Life after the Holocaust“ auf Zeche Zollverein derzeit die Bilder von 75 Holocaust-Überlebenden. Mit bewegenden Reden wurde sie am 21. Januar von Bernd Tönjes (RAG-Stiftung), Kai Diekmann (Deutscher Freundeskreis von Yad Vashem), Naftali Fürst (Holocaust-Überlebender, Bild links), Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. „Die Ausstellung wühlt auf und führt einmal mehr vor Augen, dass sich diese Vergangenheit niemals wiederholen darf“, sagt Matthias Hauer MdB, der an der bewegenden Eröffnung teilnahm. „Einen Besuch der Ausstellung kann ich sehr empfehlen“. In ihrer Rede betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die beeindruckende Wirkung der Porträts und die Bedeutung der Ausstellung in Essen. „Die hier ausgestellten Porträts

mehr...

Saul Friedländer, Historiker und Holocaust-Überlebender, bei einer Rede während der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. © Deutscher Bundestag

Gedenken an NS-Opfer

In einer Sonderveranstaltung hat der Deutsche Bundestag am 31. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnete die Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen als wesentliche Lehre aus den Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Hauptrede hielt anschließend der israelische Historiker Saul Friedländer (Bild oben). Er überlebte den Holocaust im Versteck, während seine Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Der Bundestag gedenkt traditionell zum Holocaust-Gedenktag den Millionen Opfern des Nazi-Regimes. Anlass ist die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Allein dort wurde mehr als eine Million Menschen getötet.